„Monumentum“ für H

Klavierquintett [1998] | Dauer: 9’00”

Dieses Stück entstand als unmittelbare Reaktion auf den endgültigen Abschied meines Freundes & Komponistenkollegen Haimo Wisser – ein Ereignis, welches mich sehr aufgerüttelt hat. Die Erfahrung des Todes –  besonders, wenn er völlig unvermutet über uns hereinbricht – führt uns die Widersprüchlichkeit der uns umgebenden, zumeist von trügerischer Balance erfüllten Wirklichkeit auf dramatischste Weise vor Augen. Der musikalische Reflex darauf in eben dieser Widersprüchlichkeit ergab sich für mich wie von selbst.

Martin Lichtfuss

Presse

Martin Lichtfuss, seit 2005 Professor für Tonsatz an der Wiener Musik-Universität, ist stets durch seine intelligente Nutzung vielseitigster kompositorischer Mittel, seine erfinderische Vitalität und ein breit gefächertes Ausdrucksspektrum aufgefallen. Die Uraufführung seiner 1998 entstandenen, subtilen Trauermusik Monumentum für den früh verstorbenen Haimo Wisser zeigte ihn diesmal von einer stillen, verinnerlichten Seite, wenn die vier Streicher, von sparsamen Klaviertönen (Jan Aarsen) unterstützt, ihren leisen, langsamen, die Zeit anhalten wollenden, aber sehr intensiven Gesangslinien folgen, die in eine Unendlichkeit zu führen scheinen.

Jutta Höpfel,
Österreichische Musikzeitschrift, August 2007

C.E.D.A.G.-Quartett
Susanne Merth, Clemens Gahl – Violinen; Ernst Theuerkauf – Viola; Peter Polzer – Violoncello; Jan Aarsen – Klavier

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